Malte Timpte

Malte Timpte hat in Bielefeld und Kopenhagen Politikwissenschaft studiert, bevor er an der Universität Roskilde in Dänemark ein interdisziplinäres Masterstudium in Technological and Socio-Economic Planning mit Fokus auf internationaler Umweltpolitik absolvierte. Schon während des Studiums befasste er sich mit internationalen Beteiligungsprozessen z.B. im Rahmen der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konventionen über die Biologische Vielfalt in Bonn (CBD COP9) oder bei der UN Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen.   Als Projektmanager am Danish Board of Technologie in Kopenhagen, einem Thinktank für Bürgerbeteiligung und partizipative Prozesse, war er für das Projekt „World Wide Views on Biodiversity“ zuständig.  Das WWViews Projekt organisierte zusammen mit nationalen Partnern 34 Bürgerkonferenzen in 25 Ländern, bei denen die TeilnehmerInnen einen Tag lang Fragestellungen der internationalen Biodiversitätspolitik diskutierten. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen wurden live online zusammengetragen sowie auf der CBD COP11 in Indien vorgestellt. Im Rahmen der Begleitforschung ist hierzu der Sammelband „Governing Biodiversity through Democratic Deliberation“ (Hrsg. Rask/ Worthington) erschienen.  Nach seiner Zeit in Dänemark arbeitete Malte Timpte drei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Naturkunde in Berlin in der Abteilung Wissenschaft in der Gesellschaft. Hier war er Teil des Projektteams des „Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo)“. Für NeFo verfolgte Malte Timpte forschungspolitisch relevante Prozesse wie die Verhandlungen der CBD sowie der Intergovernmental Science-Policy Interface on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). In diesem Kontext beteiligte er sich am Aufbau des IPBES Stakeholder Networks und dem Biodiversity Science-Policy-Interface Network for early career scientists (BSPIN). Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war die Analyse der Umsetzung der Biodiversitätskonventionen in Deutschland. Aktuell lebt Malte Timpte in Stockholm und befasst sich als Gastwissenschaftler am Museum für Naturkunde weiterhin mit dem IPBES Prozess, insbesondere mit der Beteiligung von Stakeholdern und Wissensträgern sowie mit Capacity Building.
Lebenslauf auf LinkedIn:
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