Dr. Stephanie Thomas

Das aktuelle Forschungsinteresse von Stephanie Thomas gilt invasiven Krankheitsüberträgern (sog. Vektoren), hier im Besonderen ursprünglich tropisch/subtropisch verbreiteten Stechmücken. Dabei steht die Ermittlung sich verschiebender räumlicher und zeitlicher Verbreitungsmuster dieser Vektoren und der von ihnen übertragenen Infektionskrankheiten unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen wie Klimawandel und Globalisierung im Vordergrund ihrer Arbeiten. Unterstützt werden die Modellierungen durch experimentelle Ansätze wie z.B. die Bestimmung der Überlebensrate von Tigermückeneiern nach verschiedenen Kältebehandlungen.

Derzeit ist sie Wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Projekt „AEDES“, das sich im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz mit der Risikoanalyse für eine mögliche Etablierung von Stechmückenarten der Gattung Aedes beschäftigt. Außerdem ist sie im europäischen Projekt „Climate modelling for Chikungunya“ vom „European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)“ eingebunden. In den Jahren 2009 bis 2011 war sie im Bayerischen Forschungsverbund VICCI „Vector-borne Infectious Diseases in Climate Change Investigation“ mit der biogeografische Analyse gesundheitsrelevanter Arten und Prognose ihres Ausbreitungspotenzials in Bayern unter veränderten künftigen Klimabedingungen betraut. Sie ist Mitautorin des Buches „Klimawandel in Bayern - Auswirkungen und Anpassungsmaßnahmen“.

Stephanie Thomas studierte an der Universität Bayreuth Geoökologie mit dem Schwerpunkt Biogeographie. Ihre Diplomarbeit führte sie 1992 nach Chile, wo sie Ihre vegetationskundliche Diplomarbeit zu Nutzungseinflüssen im Grenzbereich des Villaricca Nationalparks erstellte.