Dr. Katja Heubach

Katja Heubach ist Direktorin des Palmengartens und Botanischen Garten Frankfurt am Main. Die beiden Traditionseinrichtungen beherbergen in zahlreichen Schaugewächshäusern, unterschiedlichsten Themengärten im Freiland sowie eigener Gärtnerei und Anzuchthäusern zusammen eine der größten Pflanzensammlungen weltweit. Mehr als 13.000 Arten aus allen Kontinenten im Palmengarten und 4.000 Arten im Botanischen Garten vermitteln Besucher*innen einen einzigartigen Eindruck von der biologischen Vielfalt der Erde. Der Palmengarten feiert in 2021 sein 150jähriges Bestehen. Der Botanische Garten geht auf eine Stiftung von Johann Christian Senckenberg im Jahr 1763 zurück. Er wurde 2012 von der Stadt Frankfurt am Main übernommen und mit dem Palmengarten zusammengeführt.

Von 2016 bis 2018 war Katja Heubach Beraterin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Projekt ValuES. Ziel von ValuES ist es, die Inwertsetzung von Ökosystemleistungen und deren Integration in nationale Politiken und Programme zu fördern. In seiner Laufzeit bis Mitte 2019 war ValuES in rund 20 Ländern auf allen Kontinenten aktiv. Katja Heubachs Arbeitsschwerpunkt lag in der Zusammenarbeit mit dem in 2012 gegründeten Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services). Das ValuES-Projekt fungierte hier als wertvoller Partner im Rahmen des Capacity Building sowie des internationalen Outreach und liefert wichtige Beiträge zum Themenfeld Inwertsetzung, ein Hauptthema von IPBES.

Das Thema IPBES hat Katja Heubach aus ihrer vorherigen Tätigkeit am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) (2013-2016) in die GIZ eingebracht. Als Mitarbeiterin im Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit der Arbeit an der Schnittstelle Wissenschaft-Politik im Bereich Biodiversität, mit regionalem Fokus auf Deutschland, Pan-Europa und Afrika.

Katja Heubach ist Diplom-Biologin mit den Schwerpunkten Ökologie und Biodiversität. Nach Studium und Diplomarbeit (aquatische Ökologie) an der Goethe-Universität Frankfurt arbeitete sie zunächst als Beraterin im Bereich der Projektförderung im Natur- und Umweltschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit (für die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie Niedersächsische Lottostiftung). Parallel hierzu absolvierte sie ein Aufbaustudium zur Nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit an der TU Kaiserslautern.

Diese inhaltliche Vertiefung führte sie schließlich zurück an die Universität Frankfurt sowie das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), wo sie eine Promotion zur ökonomischen Bewertung von Wildpflanzenprodukten in der Westafrikanischen Savanne durchführte.