Wissenschaftliche Unterstützung und Koordinierung bei der Etablierung von IPBES

Nach der offiziellen Gründung von IPBES im April 2012 in Panama diente das Projekt der Unterstützung der Etablierung auf nationaler und internationaler Ebene. Zu aktuellen Themen aus den internationalen Entwicklungen des IPBES-Prozesses wurden international besetzte Workshops durchgeführt und die Ergebnisse wieder in internationale Foren eingespeist. Ein erstes Thema war die Integration nicht wissenschaftlicher Wissensformen (sog. other forms of knowledge, z.B. indigenes oder traditionelles Wissen) in die von IPBES vorgesehen Assessments. Der Bericht des Workshops " Connecting diverse knowledge systems in the context of IPBES"  (April 2013 auf Vilm/Germany) kann hier heruntergeladen werden. Der zweite Workshop (August 2014 auf den Philippinen) befasste sich mit "Indigenous valuation of biodiversity and ecosystem services compared to other ways of valuation in the context of IPBES", der Bericht steht hier zur Verfügung. Der dritte Workshop (Januar 2015 in Bonn/Germany) folgte direkt dem dritten IPBES-Plenum und kann hier heruntergeladen werden.
Jeweils mehr als 20 Teilnehmer aus verschiedenen natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen und Vertreter indigener Gemeinschaft aus verschiedenen Kontinenten haben dabei Thesen zur Einbeziehung anderer Wissensformen und ihrer Wertvorstellungen in IPBES entwickelt. Die Berichte wurden dem IPBES-Sekretariat und der UNESCO zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres Arbeitsfeld des Projekts war die Beziehung zwischen der CBD und IPBES, da diese Konvention zum einen thematische Anfragen an die neue Plattform stellt, zum anderen die Antworten in ihren politischen Entscheidungen berücksichtigen will. Dazu mussten die entsprechenden Prozeduren entwickelt werden.Im Rahmen des Projekts war Dr. Axel Paulsch regelmäßig Mitglied der deutschen Delegation bei IPBES-Verhandlungen.

Deutsche Delegation mit Exekutivsekretärin Anne Larigauderie (4 v.l) bei IPBES 2, Photo Cornelia Paulsch