Puntos Verdes del Ecuador
Die grünen Punkte Ecuadors

Schutz der verbliebenen Bergregenwälder am Andenwesthang

Kontext

Die extrem artenreichen Regenwälder sind weltweit in ihrer Existenz bedroht. Daher sind gezielte Naturschutzmaßnahmen notwendig. Jedoch grade sogenannten Entwicklungsländern, wie z.B. viele Staaten Südamerikas, verfügen nicht über die finanziellen Mittel, um langfristige Maßnahmen zum Schutz der Regenwälder durchzuführen. Hier setzt die globale Verantwortung der finanziell besser gestellten Industriestaaten ein. Die artenreichen Bergwälder am Andenwesthang Ecuadors sind bereits zu etwa 90 % vernichtet. Durch Übernutzung (Viehzucht, Ackerbau, Holzausschlag) ist das Gelände stark degradiert und erodiert. Die verarmte Bevölkerung wandert in andere Gebiete aus oder rodet weitere Waldfläche.

Projektziel

Die "Fundación Ecológica para la Protección de los Puntos Verdes del Ecuador" (Ökologische Vereinigung zum Schutz der Grünen Punkte von Ecuador), kurz Fundación Puntos Verdes genannt, ist eine kleine, gemeinnützige Naturschutzorganisation, welche die verbliebenen Reliktwälder schützt, degradierte Flächen wieder aufforstet und damit die Lebensbedingungen der lokalen Landbevölkerung verbessert. Dr. Heike Brieschke de Peñafiel (Biologin aus Bonn) und Pedro Peñafiel (ecuadorianischer Zimmermann und Umweltschützer) leisten die Hauptarbeit an der Basis in Ecuador. Puntos Verdes hat seinen Sitz auf dem Land (ca. 90 km nordwestlich von Quito im Nordwesten der Provinz Pichincha). So besteht ein besserer Kontakt zu den Zielgruppen, den Bauern, ihren Familien, den Schulen und den ländlichen Verwaltungseinheiten. Pedro und Heike, betreiben selbst einen kleinen Bauernhof (die Finca Mindo Lindo) und eine Baumschule. Diese Finca, die nach ökologischen nachhaltigen Methoden bewirtschaftet wird, dient als Modellbauernhof für andere Landwirte. Bauern und ihre Familien werden effizient beraten, indem ihnen die praktischen Aspekte direkt vor Augen geführt werden. Um mehr Leute erreichen zu können, ist ein "Ökologisch-kulturelles Zentrum" (Centro Cultural Ecológica) gebaut worden, wo interessierte Gäste beherbergt oder Tagungen und Kurse abgehalten werden können. Die Projektfarm Mindo Lindo kann von Interessierten und Touristen besucht werden.
In Deutschland unterstützen das Institut für Biodiversität ibn mit Spenensammlungen, Vorträgen, Workshops, Ausstellungen, Internetbeiträgen und Publikationen die Arbeit von Puntos Verdes, um das Verständnis für ökologische Zusammenhänge zu fördern und die globale Umweltverantwortung zu erhöhen.

Blick über den ecuadorianischen Bergregenwald
(Photo Heike Brieschke)