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Glyphosat als Komplexbildner – Stand des Wissens

 

Im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderten Forschungsprojekts „Glyphosat als Komplexbildner – Stand des Wissens“ sollten wissenschaftliche Daten erfasst werden, die Hinweise auf Wirkungen von Glyphosat in seiner Eigenschaft als Komplexbildner liefern. Es galt u.a., die Hypothese „Glyphosat wirkt als Komplexbildner und erzeugt dadurch einen Nährstoffmangel bei verschiedenen Organismen“ (z. B. Glyphosat-behandelte gentechnisch veränderte Nutzpflanzen, Nichtzielpflanzen, Bodenorganismen bis hin zu Tier und Mensch) zu überprüfen. Eine weitere Fragestellung war, wieweit Glyphosat als Komplexbildner im Boden auch toxische Elemente aus dem Boden löst und dadurch die Bioverfügbarkeit und Toxizität dieser Elemente ändert bzw. fördert. Wie weit derartige Nebenwirkungen von Glyphosat im Rahmen des aktuellen Zulassungsverfahrens für Glyphosat und bei Zulassungsverfahren von gentechnisch veränderten Glyphosat-resistenten Nutzpflanzen in der EU berücksichtigt wurden, war zu überprüfen.

Ziel des Projekts, das von Martha Mertens und Sebastian Höss bearbeitet wurde, war es, die Ergebnisse in einer internationalen Fachzeitschrift zu publizieren. Hierfür konnten noch externe Experten als Co-Autoren hinzugezogen werden (Prof. Dr. Günter Neumann und Joshua Afzal von der Universität Hohenheim). Der Artikel „Glyphosate, a chelating agent – relevant for ecological risk assessment?“ soll im Journal „Environmental Science and Pollution Research“ erscheinen.