Dr. Katja Heubach

Katja Heubach ist Beraterin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Projekt ValuES. Ziel von ValuES ist es, die Inwertsetzung von Ökosystemleistungen und deren Integration in nationale Politiken und Programme zu fördern. ValuES ist derzeit in 18 Ländern aktiv, mit steigender Nachfrage. Das Angebot von ValuES umfasst die Beratung auf Länderebene, unterstützt durch ein webbasiertes, sehr umfassendes Inventar zu u.a. biophysischen, sozialen, und ökonomischen Bewertungsmethoden. Weiterhin werden die in den Ländern gesammelten Erfahrungen auf regionaler und internationaler Ebene mit Akteur/innen und Expert/innen verschiedener Institutionen diskutiert und die Ergebnisse aus diesem Austausch zurück in die Arbeit mit den Ländern gespiegelt.Die Schwerpunkte von Katja Heubach im Projekt liegen dabei einerseits in der Weiterentwicklung der methodischen Grundlagen der Inwertsetzung und den zugehörigen ValuES-Trainingsangeboten. Andererseits ist sie für die Zusammenarbeit mit dem in 2012 neu gegründeten Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) zuständig, der – ähnlich dem IPCC – den aktuellen Stand des Wissens zu Biodiversität zusammentragen und daraus Handlungsoptionen für Entscheidungsträger ableiten soll. Das ValuES-Projekt fungiert hier als wertvoller Partner im Rahmen des Capacity Building sowie des internationalen Outreach und liefert wichtige Beiträge zum Themenfeld Inwertsetzung, ein Hauptthema von IPBES.Das Thema IPBES hat Katja Heubach ich aus ihrer vorherigen Tätigkeit am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig (2013-2016) mitgebracht. Als Mitarbeiterin im Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit der Arbeit an der Schnittstelle Wissenschaft-Politik im Bereich Biodiversität, mit regionalem Fokus auf Deutschland, Pan-Europa und Afrika. Katja Heubach studierte Diplom-Biologie mit den Schwerpunkten Ökologie und Biodiversität an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Nach ihrer Diplomarbeit im Bereich der aquatischen Ökologie arbeitete sie zunächst als Beraterin im Bereich der Projektförderung im Natur- und Umweltschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit (für die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie die Niedersächsische Lottostiftung) und absolvierte parallel hierzu ein Aufbaustudium zur Nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit an der TU Kaiserslautern. Diese inhaltliche Vertiefung führte sie schließlich zurück an die Universität Frankfurt sowie das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), wo sie am Lehrstuhl für Geobotanik (Prof. Rüdiger Wittig) eine Promotion zur ökonomischen Bewertung von Wildpflanzenprodukten in der Westafrikanischen Savanne durchführte. Katja Heubach widmet sich als Gastwissenschaftlerin am BiK-F weiterhin der Savannenforschung.