Dr. Florian Eppink

Florian Eppink studierte Volkswirtschaft an der Vrije Universiteit Amsterdam und erlangte 2007 seinen Doktortitel am dortigen Institute for Environmental Studies. In seiner Dissertation kombinierte er Prozesse des Biodiversitätswandels mit klassischen ökonomischen Theorien für Landnutzungswandel. Diese Theorien wurden auf Feuchtgebiete im Allgemeinen und auf bestimmte Feuchtgebiete in den Niederlanden angewandt, die unter hohem Entwicklungsdruck durch Landwirtschaft und Urbanisierung stehen. 

Anschließend wurde er Marie Curie Fellow am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig, Department Ökonomie. Dort entwickelte er einen Ansatz zur angewandten Kosten-Nutzen-Analyse für den Schutz gefährdeter Arten am Beispiel des gemeinen Hamsters (Cricetus cricetus) in Deutschland. Der Lebensraum der größten Hamster-Population Deutschlands liegt in dem Gebiet um die Stadt Mannheim. In den frühen 2000ern erlebte diese Region ein erhebliches urbanes und industrielles Wachstum. Im Hinblick auf den Schutz der Hamster-Population wurde die Stadtplanung entsprechend angepasst und es wurden einige direkte Schutzmaßnahmen umgesetzt.

Ab 2008 war Florian in die wissenschaftliche Koordination der Initiative ‘The Economics of Ecosystems and Biodiversity‘ (TEEB) involviert, einer Studie, die von dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN - UNEP), der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission (EC – DGEnv) sowie von mehreren nationalen Umweltministerien initiiert wurde. Florian begleitete die Erstellung des Berichts ‘Ecological and Economic Foundation’. Dieser Bericht beinhaltet den aktuellen Stand des Wissens im Bereich Ökosysteme und Ökosystem-Dienstleistungen und legt besonderes Augenmerk auf die Nutzung sowie die Schwierigkeiten der Umweltökonomie, einschließlich monetärer Bewertungstechniken und dem Einfluss der Diskontrate auf die Verteilungsgerechtigkeit der Wohlstandsänderungen zwischen Generationen.

Im Jahr 2009 wechselte Florian in das Department Landschaftsökologie, um die wissenschaftliche Synthese im GLUES Projekt zu bearbeiten. Seine Aktivitäten fokussierten darauf, ein Forschungsprogramm zu gestalten mit dem Ziel, quantifizierbare ökonomische Ansätze für die Betrachtung ökosystemarer Dienstleistungen zu entwickeln, sowie die Vergleichbarkeit lokaler Studien zu Ökosystemdienstleistungen auf globaler Ebene zu untersuchen.

Florian wanderte 2011 aus nach Masqat (Oman). Da ist er tätig als wissenschaftlicher Berater und hat ökonomische Bewertungsstudien regionaler Ökosysteme für das ASEAN Centre for Biodiversity, UNEP - Regional Office for West Asia, und UNEP – Regional Office for Africa durchgeführt. Er hat auch den Beitrag für West Asien geschrieben für das CBD High Level Panel on Global Assessment of Resources for Implementing the Strategic Plan for Biodiversity 2011-2020. Zudem war Florian Bewertungsexperte bei dem CBD Regional Workshop for Middle East and North Africa on the Fifth National Report (December 2013, Doha, Qatar).

Ab Mai 2014 arbeitet Florian bei dem Landcare Research Institute (Abteilung Governance & Policy) in Auckland (New Zealand) als Senior Economist. Da fokussiert er sich weiter auf ökonomische Bewertung von Umweltressourcen im Rahmen der Entwicklung der Umweltmaβnahmen und nachhaltige Entwicklung in Neu Seeland und der Pazifik.